Ein neues Gebäude für Pouliquen: Modernität und Qualität

Im Frühjahr 2021 ging Pouliquen mit der Fertigstellung eines neuen Gebäudes in Cléder (Finistère) einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung.

Dieser Bau wurde durch die Notwendigkeit getrieben, die neuen Qualitätsvorgaben zu erfüllen. Die Arbeiten wurden auch von dem Wunsch des Unternehmens geleitet, seinen Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen zu bieten. Das Unternehmen verfügt nun über 300 m² Bürofläche und 2.200 m² Produktionsfläche. Auch für die Verpackung von Schalotten und Bio-Gemüse wurde eine spezielle 500 m²-Einheit geschaffen.

Zurück zur Geschichte von Pouliquen

Pouliquen wurde 1917 gegründet und war drei Generationen lang ein Familienunternehmen. Im Jahr 2002 trat Gérard Quillévéré, der heutige Geschäftsführer, in das Unternehmen ein, das zur Demex-Gruppe gehört. Damals arbeitete Pouliquen nur mit traditionelle Schalotte und verkaufte 3.400 Tonnen pro Jahr. Im Jahr 2003 erweiterte das Unternehmen sein Angebot auf andere Gemüsesorten (Kohl, Artischocken, Tomaten, älteres Gemüse,…). Im Jahr 2006 erfolgte dann eine große Umstellung mit der Automatisierung der Produktion und der Entwicklung von 250g- und 500g-Verpackungen. Die Gruppe ist weitgehend in Europa und darüber hinaus (Vereinigte Staaten, Singapur) vertreten. 2018 kaufte Gérard Quillevéré, seit mehr als 15 Jahren Manager, das Unternehmen und ging eine Partnerschaft mit Pascal Jaouen ein, der auf den Großexport spezialisiert ist.

Im Jahr 2020 verkaufte Pouliquen 10.000 Tonnen traditionelle Schalotten und ebenso viel Gemüse.

Warum diese Arbeit?

1- Den Mitarbeiterkomfort erhöhen

Die letzten größeren Arbeiten am Pouliquen-Gebäude wurden 1997 durchgeführt. Andererseits beschäftigte das Unternehmen 2003 zwar 17 Mitarbeiter, heute jedoch 25 Mitarbeiter, die auf die verschiedenen Abteilungen (Einkauf, Produktion, Verkauf, Logistik, Qualität…) verteilt sind. Es war daher dringend zu renovieren, um bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu gewährleisten.

2- Begrenzen Härte bei der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es auch, die Arbeitsbelastung für die in der Produktion tätigen Mitarbeiter zu begrenzen. Tatsächlich hat sich das Unternehmen mit einem neuen Palettierroboter ausgestattet, der das Tragen schwerer Lasten weiter einschränkt. Dies ermöglicht es, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten, Arbeitsunterbrechungen zu begrenzen und somit neben dem Komfort der Teams auch die Aufrechterhaltung der Servicequalität das ganze Jahr über zu gewährleisten.

3- Qualitätsstandards erfüllen

Dieser Bau wurde durch die Notwendigkeit getrieben, die neuen Qualitätsvorgaben zu erfüllen, also die Anforderungen der Zertifizierungen IFS und Global Gap Broker.

4- Ein Gebäude für Bio

Auch für die Verpackung von Schalotten und Bio-Gemüse wurde eine spezielle 500 m²-Einheit geschaffen, um der doppelten Nachfrage gerecht zu werden: von Verbrauchern, die sich zunehmend für Bio-Produkte entscheiden, und von Prince-de-Bretagne-Landwirten, die zunehmend auf Bio-Anbau umsteigen.Es wurde notwendig, ein spezielles Arbeitsinstrument zu haben, um die Vermarktung von Bio-Gemüse sicherzustellen und die Entwicklung eines speziellen Sortiments zu ermöglichen..

Pouliquen, ein zuverlässiges und solides Unternehmen

Pouliquen konnte in den letzten Jahrzehnten wachsen, um sowohl mit der Marktentwicklung Schritt zu halten, als auch die Kundenerwartungen zu erfüllen. Seit mehr als einem Jahrhundert in Frankreich präsent, garantiert Pouliquen vielen Erzeugern der Prince de Bretagne die Vermarktung ihres Gemüses und damit die Aufrechterhaltung ihrer landwirtschaftlichen Aktivitäten. Durch die Konzentration auf Qualität und gegenseitiges Vertrauen sichert das Unternehmen die Entwicklung des Territoriums und erfüllt gleichzeitig die strengsten Anforderungen seiner Kunden. Weitere Projekte sind in Vorbereitung. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

 

 

In der Firma Pouliquen arbeiten inzwischen 24 Mitarbeiter, die auf die verschiedenen Bereiche verteilt sind: Verwaltung, Handel, Einkauf, Logistik, Verpackung… Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beläuft sich auf 13 Jahre. Das spricht für ein seriöses Team, das sich aus erfahrenen Mitarbeitern zusammensetzt.

Vor kurzem verließ eine von Pouliquens Mitarbeiterinnen das Unternehmen: Michèle Elard ging nach 22 Jahren bei Pouliquen in den Ruhestand. Michèle beendete ihre Berufstätigkeit mit dem Sortieren von Schalotten und Zwiebeln, aber davor hatte sie verschiedene Positionen im Unternehmen inne. Nach Einschätzung von Gérard Quillévéré, der 2002 in das Unternehmen eingetreten ist und 2018 die Geschäftsführung übernommen hat, beginnt hiermit ein neues Kapitel. „Dies ist der erste Eintritt in den Ruhestand eines unserer Mitarbeiter. Das ist schon etwas Besonderes. Wir haben die Verpackungslinie für die Schalotten und Zwiebeln zwar stark automatisiert, um unsere Mitarbeiter zu entlasten. Aber das Fachwissen der Älteren ist dennoch unerlässlich, um die Produkte zu überwachen und zu kontrollieren, Kilo für Kilo.“



„Man muss ein geübtes Auge und Geduld haben.“

So antwortet Michèle Elard auf die Frage, welche Qualitäten erforderlich sind, um die Arbeit gut zu machen, für die sie während ihrer 22 Jahre bei Pouliquen zuständig war. Während dieser ganzen Zeit hat Michèle mit fast hundert Erzeugern von traditionellen Schalotten und Zwiebeln zusammengearbeitet. Denn Michèle hat ihre berufliche Laufbahn bei Pouliquen in der Tat am Standort Lanveur begonnen, wo die “Grob-Sortierung” stattfindet, bei der das Laub entfernt und die Schalotten gereinigt werden. An einem Vormittag können zusammen mit dem Landwirt bis zu 15 Tonnen Gemüse sortiert werden. Nach dieser ersten Etappe durchlaufen die Schalotten einen zweiten Sortierkreislauf, in dem sie für die Verpackung vorbereitet werden. Hier beendete Michèle ihre Berufstätigkeit und legte ihre Arbeitskleidung ab, um von nun an ihren Ruhestand zu genießen.

Frisches Gemüse – eine Familienangelegenheit

Michèle Elard et ses enfants, Franck et Magalie, tous deux salariés du groupe Pouliquen„Es ist schwierig, neue Leute mit den gleichen Fähigkeiten wie denjenigen einer Mitarbeiterin wie Michèle zu finden. Wir werden also einen jungen Berufsanfänger einstellen und ihn einarbeiten. Michèles Tochter, die seit 1999 ebenfalls bei Pouliquen tätig ist, wird ihren Platz in der Sortierung einnehmen.“ Denn für Michèle ist die Pouliquen-Gruppe tatsächlich eine Familienangelegenheit. Zuallererst war es nämlich ihr Sohn Franck, der 1998 in das Unternehmen eintrat. Ein Jahr später kamen Michèle und ihre Tochter Magalie hinzu und wurden in der Sortier- und Verpackungsabteilung eingesetzt. Franck seinerseits ist für die Qualitätsprüfung der Produkte zuständig.

 

Lokale Einstellungen begünstigen

Für Pouliquen ist es wichtig, bevorzugt einheimische Mitarbeiter einzustellen. “Wir lassen die Leute von vor Ort arbeiten. Wir haben die Entwicklung des Unternehmens so gesteuert, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Dadurch wird die Personalfluktuation stark eingeschränkt. Die Urlaubsvertretungen im Sommer werden zum Beispiel auch von Studenten gemacht, die in den Semesterferien zu ihren Eltern nach Hause kommen.”
Aber der Ansatz von Pouliquens geht weiter als diese interne Organisation: “Wir geben auch lokalen Lieferanten und Transporteuren lieber den Zuschlag, soweit wir dazu in der Lage sind. All dies ermöglicht es uns, eine Art Solidaritätskette des Finistère und der Bretagne ins Leben zu rufen und auszubauen. Dies ist eine Gewährleistung für die Kontinuität im Service für unsere Kunden und verstärkt die Dynamik unserer Region. Das ist extrem wichtig für uns.”

In den nächsten Monaten müsste die Schaffung einer speziell auf Bio-Gemüse zugeschnittenen Anlage die Einstellung von vier oder fünf neuen Mitarbeitern ermöglichen. Das Unternehmen Pouliquen setzt somit seine Entwicklung fort, achtet aber stark darauf, die Servicequalität beizubehalten, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu gewährleisten.

Jean-Luc Congar, ein sportlicher Mittfünfziger und Erzeuger traditioneller Schalotten, empfängt uns in bester Stimmung auf seinem Hof in Plounevez-Lochrist, im nördlichen Finistere (29). Seit 1988 bewirtschaftet er diesen von seinem Großvater 1905 gegründeten Hof. Wie auf vielen Bauernhöfen in der Bretagne werden das Know-how und die Leidenschaft für die Landbewirtschaftung von Generation zu Generation weitergegeben. Bis vor drei Jahren wurden in diesem Betrieb 65 Hektar mit Gemüseanbau bewirtschaftet. Jean-Luc baute Kohlköpfe, Blumenkohl, Brokkoli und auch bereits Schalotten an.

“Wir hätten mit dem klassischen Landwirtschaftsmodell weitermachen und die Entwicklung des Betriebs fortführen können, aber mit 50 Jahren überdenkt man seine Situation und sagt sich, dass es vielleicht möglich ist, auf andere Weise zu arbeiten.”

 

Im Jahr 2018 änderte Jean-Luc also seine Strategie und beschloss, einen großen Teil seines Landes zu verkaufen. Sein Betrieb umfasst heute nur noch 25 Hektar, von denen 18 für die Erzeugung von traditionellen Schalotten vorbehalten sind. Diese Neuausrichtung hatte bereits 2009 angefangen, als der Landwirt dank der Installation von Photovoltaik-Paneelen auf den verschiedenen Gebäuden seines Hofes mit der Tätigkeit der Energieerzeugung begann. Im Jahr 2015 nahm für Jean-Luc das Flechten von Schalotten im Auftrag der Pouliquen-Gruppe den Anfang. Dank seiner neuen Aktivitäten konnte er den Anteil der landwirtschaftlichen Produktion schrittweise reduzieren und ein Wirtschaftsmodell und einen Lebensrhythmus entfalten, die ihm besser entsprechen

Das Flechten von Schalotten für Pouliquen: Dienstleister und Partner

Jean-Luc Congar ist Mitglied der gemeinnützigen Landwirtschaftsgesellschaft SICA in Saint-Pol-de-Léon und verkauft daher seine gesamte Schalottenproduktion an die Kooperative. Die Pouliquen-Gruppe kauft die traditionellen Schalotten von den Kooperativen der Marke Prince de Bretagne, darunter die SICA. Wir versorgen Jean-Luc mit Schalotten in einer zum Flechten geeigneten Größe, damit er und sein Team diese Aufgabe übernehmen können. Im Jahr 2021 werden sie etwa 450 Tonnen Schalotten flechten, von den insgesamt 8500 Tonnen, die von unserem Unternehmen vermarktet werden.

Traditionelle Schalottensorten

Im Laufe der Zeit entwickeln sich die produzierten Sorten weiter. Bis vor ein paar Jahren war die halblange Schalotte die in der Bretagne beliebteste Sorte. Sie hatte den Vorteil, ein hohes Ertragspotenzial zu bieten. Aber inzwischen wird diese Sorte viel weniger angebaut, vor allem, weil sie sich weniger gut aufbewahren lässt als andere. Gegenwärtig ist die lange Schalotte die in der Bretagne am stärksten vertretene Sorte, auch wenn sich seit zwei-drei Jahren auch der Anbau der Sorte Molène entwickelt. Letztere hat den Vorteil, dass sie resistent gegen Mehltau ist und daher weniger phytosanitäre Behandlung benötigt. Dieser Übergang wird jedoch vorsichtig vollzogen, um die Risiken einer Degeneration zu vermeiden, die zu einem Qualitätsverlust führen würde.

Die Herstellung von traditionellen Schalotten

Wie alle Prince de Bretagne-Erzeuger kauft Jean-Luc Congar seine Schalotten von der bretonischen Selektionsorganisation OBS [Organisation Bretonne de Sélection]. Diese Organisation, die nur den Erzeugern der verschiedenen Genossenschaften der Marke Prince de Bretagne zugänglich ist, wählt im Auftrag der Erzeuger nur die besten Sorten und die geeignetsten Pflanzen aus. Die Erzeuger können die Pflanzen im ersten Jahr vermehren. Eine gepflanzte zertifizierte Schalotte ergibt bei der Ernte durchschnittlich sieben Schalotten. Diese werden dann nach einem strengen und kontrollierten Verfahren aufbereitet, bevor sie wieder gepflanzt und für die Vermarktung geerntet werden.

Vier Tonnen traditioneller Schalotten zur Bepflanzung von einem Hektar

Während des Winters werden die aus der Vermehrung hervorgegangenen Schalotten größensortiert und selektiert. Gleichzeitig beginnt die Vorbereitung der Pflanzen mit einer Schutzbehandlung gegen Pilzbefall. Dazu werden die Schalotten 2 Stunden lang in einem heißen Wasserbad bei 43°C eingeweicht. Durch dieses Zwangsbad, das heutzutage kein Fungizid mehr enthält, kann das Risiko von Krankheiten eingeschränkt werden, indem es zwei dafür verantwortliche Parasiten eliminiert: Nematoden sowie den Pilz, der Zwiebelgraufäule (Botrytis alli) verursacht.
Danach werden die Schalotten getrocknet und dann, ab dem 15. Februar, beginnt die Pflanzperiode.
Die Bepflanzung der Felder erfolgt ausschließlich per Hand. Zwischen dem 5. und 20. Juli werden die Schalotten aus dem Boden geholt und für etwa zehn Tage auf den Feldern gelassen, um ein erstes Trocknen zu erreichen und eine bessere Konservierung zu gewährleisten. Die Schalotten werden dann, weiterhin in Handarbeit, aufgelesen und zum Trocknen bei einer Temperatur von 30° bis 36°C für 5 bis 7 Tage in einem Silo eingelagert. Auch dieser letzte Schritt dient wieder der Eliminierung von Pilzen und Bakterien. Anschließend können die Schalotten geflochten werden.

Für einen Hektar Schalottenfeld müssen durchschnittlich 180 Arbeitsstunden aufgewendet werden.

Die Weitergabe und Fortführung der Agrarproduktion

Seit ein paar Monaten bildet Jean-Luc einen jungen Mann von 22 Jahren aus, der ihn bei der Leitung der landwirtschaftlichen Produktion auf dem Hof ersetzen wird. Diese neue Organisation wird es Jean-Luc ermöglichen, sich auf seine Aktivitäten im Bereich der Energieerzeugung und des Schalottenflechtens zu konzentrieren. Gleichzeitig möchte er für seine Tochter da sein können, die ein unternehmerisches Projekt, ebenfalls im Zusammenhang mit Lebensmitteln, in Angriff nimmt. Eine neue Generation, die einmal mehr ihre Verbundenheit mit dem Boden und ihr Interesse an Qualitätsprodukten zeigt.

Jean-Luc Congar, producteur, nous explique le principe du tressage des échalotes traditionnelle assuré pour Pouliquen.
Jean Luc Congar, traditioneller Schalottenproduzent im Finistère