Wir hatten es Ihnen bereits vor einigen Monaten angekündigt, noch ein paar letzte Einstellungen und unsere Verpackungseinheit für traditionelle BIO-Schalotten ist einsatzfähig!
Ab dem 1. März bieten wir Ihnen wieder einmal das Beste der Schalotten an… im Netz und im Zopf, traditionell und BIO! Warum dieser neue Service? Welche Formate bieten wir Ihnen an? Gérard Quillévéré, Geschäftsführer von Pouliquen, gibt uns dazu einige Erklärungen.
Wann wird die Verpackung von traditionellen BIO-Schalotten bei Pouliquen beginnen?
Die Montage der Produktionslinie ist abgeschlossen. Wir befinden uns nun in der Test- und Einstellungsphase. Die eigentliche Verpackungsaktivität wird in etwa zwei Wochen, also Anfang März, beginnen.
Warum haben Sie sich dafür entschieden, diese Verpackungsaktivität für traditionelle BIO-Schalotten zu entwickeln?
Unser Ziel ist es, den Preis für traditionelle BIO-Schalotten für die Verbraucher akzeptabel zu machen. Nur weil es ein Bio-Produkt ist, muss es nicht dreimal so teuer sein wie ein konventionell erzeugtes Produkt. Der Preisunterschied zwischen den traditionellen Bio- und den herkömmlichen traditionellen Schalotten ist durch die höheren Produktionskosten bei Bio-Produkten gerechtfertigt. Der Preisunterschied sollte sich daher auf diese eine Differenz beschränken. Die neue Aktivität ist für uns auch eine Maßnahme der Unterstützung der Bio-Erzeuger, insbesondere derjenigen, die erst vor kurzem mit der Bio-Produktion begonnen oder ihren Betrieb auf Bio umgestellt haben.
Welche Verpackungsgrößen werden angeboten?
Wir werden ab Anfang März zwei Formate anbieten. Einen 350-Gramm-Zopf, eine Exklusivität von Pouliquen. Dieses Format entspricht den Bedürfnissen der meisten Verbraucher. Durch dieses Gewicht können wir auch einen Zopf aus traditionellen Bio-Schalotten anbieten, der in der gleichen Preisspanne liegt wie der konventionelle 500-Gramm-Zopf. Unser Bio-Zopf wird mit Bambusstäben und Leinenfaden hergestellt, alle Bestandteile sind also vollständig kompostierbar. Das Etikett wird aus Rohpapier bestehen und zu 100 % recycelbar sein. Verbraucher von Bioprodukten achten auch auf umweltfreundliche Verpackungen. Diese Verpackung ist daher ein zusätzlicher Pluspunkt für unseren traditionellen Bio-Schalottenzopf.
Die zweite angebotene Größe ist das 250-Gramm-Netz, das den allgemeinen Erwartungen des Marktes entspricht. Das Netz wird aus Holzzellulose hergestellt und das Etikett besteht ebenfalls aus Rohpapier.
Welche Kennzeichen werden den Verbrauchern gezeigt, um sie für diese Produkte zu interessieren?
Auf dem Etikett wird das bekannte „Euro-Blatt“, das Logo des europäischen Bio-Siegels, abgebildet sein. Wir werden auch unser KMU+-Label (frz.: „PMU+“) hervorheben, durch welches unser SVU-Ansatz (frz.: „RSE“-Ansatz) gewürdigt wurde. Letzterer ist auch eine Antwort auf die hohen Erwartungen der Verbraucher von Bioprodukten und zunehmend auch der Gesamtheit der Verbraucher.
Welche Auswirkungen hat diese neue Aktivität auf die Verpackung von konventionell angebauten Lauchgewächsen?
Gar keine! Diese Aktivität ist völlig unabhängig von der ersten und mobilisiert zusätzliche Mittel. Das Verpackungsvolumen im konventionellen Bereich sowie die Vorbereitungszeiten bleiben unverändert. Jedes Jahr werden 1500 Tonnen traditionelle Bio-Schalotten von den Prince de Bretagne-Produzenten hergestellt. Wir hoffen, dass diese neue Aktivität ihnen helfen wird, ihre Tätigkeit dauerhaft zu sichern und sogar auszubauen.
Mit der Pflanzung der Schalotten hat gerade ein neuer Produktionszyklus begonnen. Bis zur nächsten Ernte im Juli verpacken wir noch die Schalotten aus dem Sommer 2022. Da diese letzte Saison selbst in der Bretagne sehr heiß war, sind die Mengen an traditionellen Schalotten begrenzt. Daher ist es wichtig, diese Produkte in einem Premium-Segment zu platzieren. Die Einführung dieses neuen Fertigangebots wird unseren Kunden zweifellos dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.
Wer könnte die Schalotten, Zwiebeln und anderen Gemüsesorten unseres Sortiments besser präsentieren als unsere Kunden? Das ist schwer zu sagen. Daher haben wir sie zu ihren Beweggründen zum Kauf und denen ihrer eigenen Kunden befragt. Wir beginnen diese Interview-Reihe mit Gianni Bollettini, dem Leiter des Mailänder Obst- und Gemüsegroßhandels Ortofrutticola Adriatica. Heute geht es um den traditionellen Schalottenzopf.
Können Sie sich, Ihr Unternehmen und dessen Tätigkeit vorstellen?
Das Unternehmen wurde 1965 von meinem Vater, Emilio Bollettini, gegründet. Heute arbeite ich mit meinem Sohn Giorgio Bolletini in der Firma. Ortofrutticola Adriatica hat 12 Mitarbeiter, zusätzlich zu dem Personal auf dem Markt in Mailand.
Unser Unternehmen ist ein historisch gewachsenes Unternehmen, das auf dem Mailänder Markt tätig ist und dessen Kerngeschäft der Verkauf von Trockenobst ist. Im Laufe der Zeit haben wir viele andere Produkte mit langer Haltbarkeit hinzugefügt, die sich eher an eine Nische des Einzelhandels richten, der Alternativen zu den großen Supermärkten bieten möchte. Wir bieten in erster Linie handwerklich hergestellte Produkte mit nicht-industriellem Charakter an, deren übergeordnetes Merkmal in jedem Fall die hohe Produktqualität ist. So haben wir im Laufe der Jahre versucht, die Vorzeigeprodukte der jeweiligen regionalen Spezialitäten Italiens sowie der Nachbarländer bei uns zu vereinen.
Warum haben Sie sich dafür entschieden, traditionelle Schalotten aus der Bretagne zu vermarkten?
Wir boten bereits verschiedene französische Produkte an: Walnüsse aus Grenoble und auch aus dem Périgord, die Kartoffelsorte Parmentine sowie Zwiebeln aus den Cevennen. Um unser Sortiment an Lauchgewächsen zu vervollständigen, sind wir dazu übergegangen, auch zu Zöpfen geflochtene traditionelle Schalotten aus der Bretagne anzubieten.
Seit wann bieten Sie Ihren Kunden die Schalottenzöpfe an?
Wir bieten sie seit 2009 an, infolge der Begegnung mit Stéphanie, Exportverkäuferin bei Pouliquen, die wir auf der Messe in Berlin kennengelernt hatten. Seitdem arbeiten wir ausschließlich mit Pouliquen zusammen.
Warum haben Sie sich dafür entschieden, die traditionelle Schalotte als Zopf statt als lose Ware in Ihr Sortiment aufzunehmen?
Der Zopf aus traditionellen Schalotten ist optisch interessant. Diese langen, von Hand geflochtenen Schalotten bieten uns die Möglichkeit, uns von der Konkurrenz abzuheben. Es ist auch einfach ein schönes Produkt. Das Aroma der traditionellen Schalotte ist ebenfalls sehr interessant und unterscheidet sich von dem der Zwiebel. Sie kann auf viele verschiedene Arten zubereitet werden.
Welche Ihrer Kunden interessieren sich für den Zopf aus traditionellen Schalotten? Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Es handelt sich vor allem um Geschäfte, die an Endverbraucher verkaufen. Die Zöpfe sind für die Warenpräsentation und die Attraktivität ihrer Abteilungen von Vorteil.
Auf Ihrer Internetseite heben Sie die Qualität der von Ihnen ausgewählten Produkte hervor. Inwiefern kommt das Angebot von Pouliquen, insbesondere der traditionelle Schalottenzopf, diesem Versprechen nach?
Unser erster Indikator ist die Zufriedenheit unserer Kunden. Wir haben keine oder nur sehr wenige Reklamationen durch diese Produkte. Und das seit 14 Jahren.
Es hat seine Kundschaft und seinen Platz im Angebot von Adriatica gefunden. Der Verkauf ist inzwischen recht linear. Er hat sich über das ganze Jahr hinweg stabilisiert.
Auf Ihrer Website sprechen Sie auch von Ethik und Respekt für die Erde. Was hat Sie davon überzeugt, Ihre erste Bestellung bei Pouliquen aufzugeben und diese Zusammenarbeit fortzusetzen?
Was mich angesprochen hat, war, dass es sich um ein Produkt handelt, das in der Bretagne von Hand angebaut und geflochten wird. Wir suchen nach handwerklich hergestellten Produkten und der Schalottenzopf erfüllt dieses Kriterium. Was die Ethik betrifft: sie ist einer der wichtigen Werte von Adriatica und findet bei unseren Kunden immer größeren Anklang. Es ist also ein Vorteil, dieses Lauchgewächs anbieten und auch in der Lage sein zu können, die Produktionsweise zu erklären. Andererseits ist das eher ungewöhnliche Format des 250g-Zopfes schön und praktisch. Es eignet sich hervorragend für die Hausfrau.
Wie würden Sie Ihre derzeitige Beziehung zu Pouliquen kurz zusammenfassen?
Unsere Beziehung zu Pouliquen ist ausgezeichnet. Die Liefertermine sind immer sehr präzise, und wir haben keine Reklamationen zu bearbeiten… Wir hatten vor 14 Jahren eine Palette zu Testzwecken bestellt und sind seitdem Kunde. Also ein sehr überzeugender Test!
Mini-Gemüse, von dem wir Ihnen rund 15 verschiedene Sorten anbieten, ist nicht nur richtig niedlich, sondern auch zart und gehört zum Jahresende immer zu den beliebtesten Gemüsesorten. Mini-Möhren, Mini-Steckrüben, Mini-Blumenkohl oder auch Miniatur-Rote Bete machen Köche und Feinschmecker gleichermaßen glücklich. Der Erzeuger Arnaud Guillerm in Sibiril (29) lässt uns einen Blick in seinen Betrieb werfen und stellt uns seinen Anbau von Miniatur-Gemüse vor.
Mini-Gemüse – feines und knackiges Gemüse
Die geringe Größe des Mini-Gemüses ist kein Zufall. Denn es entsteht aus speziell ausgewählten Sorten, damit ein optimales ästhetisches und geschmackliches Ergebnis erzielt wird.
Es sind aber auch die Anbaubedingungen, die diese kleinen Gemüsesorten ermöglichen: Eine dichtere Bepflanzung, ständige Aufmerksamkeit während der Wachstumsphase und eine frühe Ernte von Hand sind die Anbau-Geheimnisse beim Mini-Gemüse. Diese sind bei Gastronomen und der breiten Öffentlichkeit übrigens gleichermaßen beliebt und bieten delikate Aromen und fantastische Knackigkeit.
Eine Gelegenheit zur Diversifizierung des Anbaus
Arnaud Guillerm und sein Partner Jean-Jacques Quéméneur, die sich 1998 in einer Erzeugergemeinschaft (frz.: GAEC) niedergelassen haben, verfügen über rund 150 Hektar Land, auf denen sie Blumenkohl und Brokkoli sowie Kopfsalat (für die Verpackung in Tüten) und Feldsalat anbauen. Vor etwa zehn Jahren wurden Mini-Möhren und Mini-Steckrüben in die Liste der produzierten Sorten aufgenommen.
“Die Nachfrage kam vom Markt. Die Abteilung “Mini-Gemüse” der SICA schlug uns als Reaktion darauf vor, ebenfalls in das Mini-Gemüsegeschäft einzusteigen. Wir hatten bereits große unbeheizte Kapellen-Gewächshäuser für Feldsalat und die ersten Kopfsalate im Einsatz. Dadurch konnten wir den Anbau weiter diversifizieren. Wir waren auch neugierig darauf, andere Sorten zu testen”. Arnaud Guillerm, Landwirt
Mini-Gemüse ist ein “arbeitsintensiver” Anbau
Von dem gesamten Sortiment, das Prince de Bretagne anbietet, haben sich Arnaud Guillerm und sein Partner dafür entschieden, nur Mini-Rüben und Mini-Möhren anzubauen. “E handelt sich um sehr arbeitsintensive Kulturen, die nur über einen kurzen Zeitraum angebaut werden. So ergeben sich schon mindestens 60 % des Verkaufspreises”. Und das ist nachvollziehbar, denn alle Ernten werden vollständig von Hand durchgeführt. Im Betrieb von Arnaud und Jean-Jacques arbeiten sechzehn Angestellte, davon sind sieben fest angestellt. Alle sind entsprechend geschult, um genau zu wissen, wie und in welchem Stadium das Mini-Gemüse zur Gewährleistung eines hohen Qualitätsniveaus der Produkte geerntet werden muss.
Bei Pouliquen sind rund 15 Sorten erhältlich
Insgesamt bieten wir Ihnen ungefähr fünfzehn Sorten Mini-Gemüse an, die von rund zwanzig Prince de Bretagne-Erzeugern produziert werden. Rote und gelbe Chioggia-Rüben, orangefarbene und bunte Möhren, Blumenkohl, Steckrüben, Weiß- und Rotkohl, Chicorée, Paprika, Porree, Grünkohl und sogar Romanesco – all diese Gemüsesorten werden im Küstenstreifen des Nord-Finistere (29) und der Côtes d’Armor (22) angebaut. Je nach Sorte, Größe und gewünschter Menge bieten wir Ihnen das Mini-Gemüse in Flowpack-Schalen oder mit Dehnfolie, in Babykollis aus Holz oder auch in Kartons an. Teilen Sie uns mit, welche Abpackung Sie wünschen – wir bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung.




Ist es der Vintage-Trend, der alte Gemüsesorten so attraktiv macht? Das können wir nicht sagen. Dennoch: Seit der Gründung der Abteilung “alte Gemüsesorten” der landwirtschaftlichen Genossenschaft SICA Saint-Pol (Prince de Bretagne) bauen die Erzeuger ihre Aktivitäten kontinuierlich aus und immer mehr Menschen bauen Rüben, Steckrüben oder andere Pastinaken an. Vom Supermarktkunden bis zum Sternekoch – alte Gemüsesorten sind beliebt, und das schon seit etwa zehn Jahren. Um Ihnen dieses Sortiment vorzustellen, haben wir André Péran, Prince de Bretagne-Erzeuger, befragt, der seit 1985 in Cléder (29) ansässig ist.
Alte Gemüsesorten, etwa zwanzig verschiedene Sorten.
Mit Topinambur begann André Péran mit dem Anbau von alten Gemüsesorten. “Es gab eine Nachfrage. Ich fand Pläne und begann mit ½ Hektar (5000m2)”. Heute baut André das gesamte Sortiment an alten Gemüsesorten an, das Prince de Bretagne anbietet, d. h. etwa 20 Sorten. Auf einer Fläche von 25 Hektar erntet er jedes Jahr 400 bis 500 Tonnen dieser Gemüsesorten: Topinambur, Pastinaken, Wurzelpetersilie, Chioggia-Rüben, bunte Karotten, Peruanische Oka, bunte Radieschen, Knollenkerbel, Rüben, Knollenkapuzinerkresse, aber auch Erdbirnen, Süßkartoffeln und Schalotten.
Alte Gemüsesorten und bretonisches Klima: eine Erfolgsformel.
Die verschiedenen alten Gemüsesorten schätzen das Land sowie das milde und feuchte Klima im Norden der Bretagne besonders. Die Erträge sind hoch und die Qualität der Produkte bleibt Jahr für Jahr auf einem sehr hohen Niveau. Die Aussaat und Anpflanzung alter Gemüsesorten beginnt für einige Arten im Februar und dauert bis zum Ende des Frühjahrs. Geerntet wird vom Sommer bis zum November. Während das Roden dieser Gemüsesorten maschinell erfolgt, wird die Verpackung ausschließlich von Hand vorgenommen und stellt eine Qualitätsgarantie für die Produkte dar, die wir Ihnen anbieten.
Eine eigene Waschanlage für alte Gemüsesorten
Im Laufe der Jahre haben sich die Erzeuger von alten Gemüsesorten organisiert und schließlich eine eigene Wasch- und Verpackungsstation für ihre Ernte eingerichtet. Die Anlage in Kerannou in Saint-Pol-de-Léon, die historisch gesehen für Blumenkohl und Kartoffeln genutzt wurde, machte nach und nach Platz für alte Gemüsesorten. So profitieren die 25 Erzeuger der SICA Saint-Pol von einem leistungsstarken Werkzeug in der Nähe ihrer Betriebe. “Wir haben uns für eine kollektive Waschstraße mit von der SICA angestellten Mitarbeitern entschieden. Das bietet uns mehr Flexibilität und Reaktionsfähigkeit beim Verpacken des Gemüses.” Neben der Zeitersparnis ermöglicht diese Waschanlage auch die Einhaltung aller geltenden Qualitäts- und Umweltstandards.
Gemüseproduzent, eine Familiengeschichte
André Péran und seine Frau Françoise begannen ihre landwirtschaftliche Tätigkeit 1985 und traten damit in die Fußstapfen von mindestens drei Generationen von Gemüsebauern. “In den 1960er und 70er Jahren haben wir vor allem Blumenkohl und ein bisschen Karotten gemacht. Das war die Kavallerie!”. Heute ist André stolz darauf, seine Anbaupalette erweitert zu haben, und er plant, die Entwicklung weiter voranzutreiben. Er ist leidenschaftlich und beschreibt uns jede der alten Gemüsesorten, die er anbaut. “Bei der Pastinake ist es uns im Laufe der Jahre gelungen, eine schöne Sorte auszuwählen, schön kegelförmig und weiß. Das Aussehen der Gemüsesorten ist wichtig, es trägt dazu bei, dass sie von den Verbrauchern geschätzt werden. (…) Die Radieschen red meat, blue meat, pink meat, green meat sind verdammt hübsch. Das ist herrlich! Es blitzt auf dem Teller! Ihr Geschmack ist ziemlich stark, scharf und ihre Textur knackig.”
Alte Gemüsesorten, die lange Zeit vernachlässigt wurden, rücken heute ins Rampenlicht. Sie sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sehr interessant und bieten zahlreiche kulinarische Möglichkeiten. Das haben auch die großen Küchenchefs erkannt, die mit den Formen und Farben dieser Wurzelgemüse spielen, um ihre Kreativität zum Ausdruck zu bringen.
Entdecken Sie hier das Sortiment an alten Gemüsesorten, das wir Ihnen anbieten.
Photos : L’oeil de Paco / Prince de Bretagne
Wir setzen unsere Bemühungen fort, die Menschen ins Rampenlicht zu stellen, die unser Unternehmen jeden Tag am Leben erhalten – unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute stellen wir Jean-Marc Velly, Maschinenbediener, in der Betriebsabteilung vor. Einstellungen, Überwachung, Versorgung, Rock und Metall… Entdecken Sie die Aufgaben und Leidenschaften eines Mannes, für den die Verpackungslinie kein Geheimnis mehr ist.
Von der Verpackung zu den Maschinen
Im kommenden Januar feiert Jean-Marc seine 13-jährige Betriebszugehörigkeit in unserem Unternehmen. Er kam sechs Jahre nach seinem BTS-Abschluss über einen Zeitarbeitsvertrag zu unserem Team. Zunächst wurde er für Aufgaben an der Verpackungslinie für Allium eingestellt, doch nach und nach verlagerte sich sein Aufgabenbereich auf die Verwaltung der Maschinen. Seit fast drei Jahren ist Jean-Marc Vollzeit-Maschinenbediener und arbeitet zusammen mit Mickaël Gueguen, der ebenfalls seit zehn Jahren im Betrieb ist.
“Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Maschinen nicht stehen bleiben. Bei der Verpackung muss alles laufen.”
Jean-Marcs Posten ist entscheidend, um den Verpackungsrhythmus zu gewährleisten und damit die Lieferzeiten für unsere Kunden sicherzustellen.
Insgesamt verfügt die Betriebsabteilung über sieben Maschinen, sogenannte “Klammermaschinen”. Diese Maschinen ermöglichen das Verpacken von Schalotten und Zwiebeln in Netzen. Sie wickeln das Netz ab und schneiden es, heften Etiketten an und schicken die verteilfertigen Alliumnetze auf ein Band, um das herum die Mitarbeiter sitzen, die für die Verpackung in Kartons zuständig sind.
Wachsamkeit und Anpassungsfähigkeit – wichtige Eigenschaften für Maschinenbediener
Obwohl alle Maschinen so programmiert sind, dass sie für jede Produktart einen bestimmten Verpackungsrhythmus einhalten, ist es unerlässlich, den gesamten Maschinenpark zu überwachen, um sicherzustellen, dass die Verpackungsprozesse reibungslos ablaufen. So ist Jean-Marc nie weit von den Heftmaschinen entfernt und bereit, bei Routinearbeiten wie dem Nachfüllen von Verbrauchsmaterial (Netz, Band, Etiketten) oder bei komplexeren Vorgängen wie der Anpassung des Programms, mit dem der optimale Verpackungsrhythmus erreicht wird, einzugreifen. Im Durchschnitt verpacken unsere Heftmaschinen Schalotten in Netzen von 500 g und 250 g mit einem Rhythmus von 40 bis 45 Packungen pro Minute. Bei Zwiebeln liegt der Durchschnitt bei 25 bis 30 vorbereiteten 1-kg-Filets pro Minute.
Rückverfolgbarkeit und Versorgung
Neben diesen Aufgaben als Maschinenbediener ist Jean-Marc auch für die Verfolgung der Rückverfolgbarkeit zuständig. Er verfolgt die Bestellungen und verwaltet die Lagerbestände in Echtzeit. Er ist auch für die Versorgung des Unternehmens mit Kartons zuständig. Dazu überprüft Jean-Marc jeden Abend den Bedarf der Produktionsabteilung und gibt die notwendigen Bestellungen bei unserem Lieferanten auf.
Innerhalb des Teams wird Jean-Marc einstimmig als “kompetenter, fleißiger und williger Kollege” anerkannt. Ein Kollege, mit dem man gerne zusammenarbeitet.
Musik als Leidenschaft
Jean-Marc hat sich schon immer für Musik interessiert, genauer gesagt für Metal. Er spielt Schlagzeug und Gitarre und kreiert auch seine eigene Musik in seinem “Heimstudio”, das er entworfen hat.
Dieses Hobby ermöglicht es ihm übrigens, ein weiteres Hobby zu verbinden, indem er die Informatik nutzt. Mit den neuen Technologien ist es einfacher geworden, zu arrangieren, zu mischen und zu komponieren: Das bietet eine große Freiheit und manchmal sogar die Möglichkeit, die Alben anderer Rockbands zu produzieren. “Auch darum geht es in der Musik: um Begegnungen und Austausch!”

Wir schließen die Vorstellung des Vertriebsteams mit dem letzten (und „frischesten“) Neuzugang im Unternehmen ab: Denis Robidou. Er ist auf den Export von frischem Gemüse spezialisiert und verstärkt seit Anfang September unser Team. Denis beherrscht Englisch und Deutsch perfekt und ist zusammen mit Emmanuelle Bosser für die Entwicklung des Unternehmens auf den Märkten in Nord- und Osteuropa zuständig. Sein Werdegang, seine Motivation und seine Aufgaben – hier ist das Porträt des “Neulings”.
Eine ganze Karriere im Export und im Frischgemüse
Der 47-jährige Denis hat fast 25 Jahre Erfahrung in der Frischgemüsebranche. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1996 (BTS Internationaler Handel) begann er seine Berufstätigkeit in diesem Sektor und ist ihm auch bis heute treu geblieben. Seine vorherigen Posten waren immer schon sehr exportorientiert und ermöglichten es ihm, sich umfangreiche Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich anzueignen. Pouliquen ist der vierte Prince de Bretagne-Händler, für den er arbeitet. Zu sagen, dass er das Haus gut kennt, wäre also eine Untertreibung. Dennoch hat jeder Händler seine eigene Markteinschätzung, seine Werte, seine Gewohnheiten und seine Ambitionen. Die neue Stelle als Vertriebsmitarbeiter stellt Denis vor so einige Herausforderungen. Das ist übrigens genau einer der Gründe, warum er sich für sie entschieden hat…
“Das Unternehmen Pouliquen verfügt über Know-how, hat Seele und eine überzeugende Unternehmenslogik”
Wenn man Denis nach den Beweggründen fragt, warum er sich unserem Team angeschlossen hat, hebt er die Vision und die Organisation unseres Unternehmens hervor.
“Ich brauchte ein Projekt in einer familiäreren, menschlicheren Struktur. Das Konzept eines Großkonzerns ist nichts für mich. Das hier übersteigt meine Erwartungen! Bei Pouliquel geht es sehr professionell und effizient zu, aber ohne Stress. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Kultur im Unternehmen selbst so gut respektiert werden kann. Das tut gut, der Mensch ist keine Nummer. Und auf Kundenseite ist Pouliquen viel eher Partner als Lieferant. Auch das ist sehr wertvoll”.
Die Positionierung des Unternehmens, seine lokale Verankerung und der ausgeprägte Wille, sich für die lokalen Erzeuger einzusetzen, waren ebenfalls Faktoren, die Denis zur Bewerbung motiviert haben.
Eine Präsenz im Anbaugebiet Saint Malo
Denis wohnt in der Gegend von Saint Malo (35), einem Gebiet, in dem vor allem Porree, Blumenkohl, Grünkohl und Romanesco angebaut werden. Die Firmenorganisation ermöglicht es ihm, einen Tag pro Woche im Büro in Cléder zu sein und den Rest der Zeit im Telearbeitsverhältnis zu arbeiten. Die Vereinbarung bietet Denis eine beachtliche Lebensqualität, ohne bevorstehenden Umzug und ohne zu weite Fahrstrecken. Diese Arbeitszeitgestaltung ermöglicht es dem Unternehmen außerdem, in der Gegend um Saint Malo präsent zu sein und vor Ort Betreuung zu leisten, insbesondere durch Besuche bei Erzeugern und in den Verpackungsstationen.
Vermittlung und Teamgeist
In seiner Freizeit betreut Denis eine Mannschaft junger Basketballspieler (U20). Er ist auch punktuell an der Institution tätig, an der er seine Ausbildung absolviert hat. So vermittelt er dort einen Einblick in die Praxis und gibt seine Berufserfahrung weiter. Er übernimmt auch Korrekturarbeiten und ist seit kurzem sogar Elternvertreter, da sein jüngster Sohn Antoine sich für dieselbe Ausbildung entschieden hat. “Es ist seine Entscheidung. Ich habe ihn nicht dazu gedrängt“, betont er, als er uns nicht ohne einen Anflug von Stolz von seinem Sohn erzählt, der denselben Weg wie er einschlägt.
Denis wird von seinen Kollegen als positive, angenehme und solidarische Person wahrgenommen. Er hat übrigens auch eine Spaßvogel-Seite. Was im Büro häufig für Schmunzeln sorgt, sind die Hemden mit den unwahrscheinlichen Mustern, die er auftreibt und gerne im Büro oder auf Messen trägt, wie diejenigen feststellen konnten, die ihn auf der letzten ‚Fruit Attraction‘ in Madrid am Pouliquen-Stand getroffen haben.
Willkommen bei Pouliquen, Denis!
Der Winter hält langsam Einzug in der Bretagne und mit ihm beginnt die Saison der Zwiebel aus Roscoff mit ihrem geschützten Ursprung. Um Ihnen dieses emblematische Produkt unserer Region vorzustellen, haben wir Yannis Moal, einen Gemüsebauern in Saint-Pol-de-Léon, um etwas mehr Auskunft befragt. Er hat sich vor über dreißig Jahren mit seinem Bruder Lionel hier niedergelassen und ist mit der Roscoff-Zwiebel bestens vertraut. Besonderheiten, Anbaumethoden, Geschmack… In diesem Artikel verraten wir Ihnen alles Wissenswerte!
Seit 1995 bewirtschaftet Yannis Moal zusammen mit seinem Bruder Lionel die Ländereien der Familie. Auf den 80 Hektar des Betriebs werden etwa zehn verschiedene Gemüsesorten angebaut: Kartoffeln, Kohl, Salate, Schalotten, Zwiebeln, Cardinal-Artischocken, Kürbisse und Minigemüse (Karotten, Romanesco-Kohl und Wirsing). In diesem Jahr waren sechs Hektar für die Roscoff-Zwiebel mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Oignon de Roscoff AOP) reserviert, auf denen etwas mehr als 200 Tonnen Zwiebeln erzeugt wurden.
Ursprung und Eigenschaften der Zwiebel aus Roscoff
Die ersten Samen der Roscoff-Zwiebel sollen 1647 in Roscoff aufgetaucht und von dem Kapuzinermönch Bruder Cyril aus Portugal mitgebracht worden sein. Es stellte sich heraus, dass der Anbau sehr gut zum Boden und dem Klima der Region passt. Nach und nach übernahmen die örtlichen Erzeuger dieses Lauchgewächs dann und machten es zu einem Emblem der Roscoffer Gegend.
Die Zwiebel weist eine schöne runde bis rund abgeflachte Form auf. Sie unterscheidet sich von anderen Arten durch ihre rosafarbene Schale und ihr rosafarbenes Fruchtfleisch, aber auch durch ihre geschmacklichen Qualitäten und ihre Lagerfähigkeit. Sie ist wenig scharf, süß und saftig und kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Die geschützte Ursprungsbezeichnung „AOP“ als Garant für Qualität und Rückverfolgbarkeit
Die Roscoff-Zwiebel erhielt 2009 zunächst das AOC-Schutzsiegel (Appellation d’Origine Contrôlée, kontrollierte Herkunftsbezeichnung) und 2013 dann das AOP-Label (Appellation d’Origine Protégée, geschützte Ursprungsbezeichnung). Das Lastenheft der geschützten Ursprungsbezeichnung legt das geografische Gebiet sowie die Art und Weise des Anbaus, der Ernte, der Lagerung und der Verpackung fest.
Um die Rückverfolgbarkeit der Produkte und die Einhaltung des Lastenhefts zu gewährleisten, sind die Erzeuger der Roscoff-Zwiebel g.U. verpflichtet, den Kontrollstellen verschiedene Register zur Verfügung zu stellen (Herkunft der Samen, Anbau-, Lagerungs- und Verpackungsmethoden usw.). Die Gemüsebauern übermitteln dem zuständigen Verband auch Erklärungen nach einem vom französischen Institut für Herkunft und Qualität (INAO) validierten Muster.
Schließlich wird die Qualität der Zwiebeln mit der Ursprungsbezeichnung von organoleptischen Kommissionen überprüft, die den typischen Charakter und die Qualität der vorbereiteten Zwiebeln vor der Vermarktung kontrollieren (visuelle und taktile Prüfungen und, falls erforderlich, Verkostungen).
Produktionszone der Roscoff-Zwiebel g. U.

Die verschiedenen Anbauformen der Roscoff-Zwiebel mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Es gibt drei verschiedene Formen des Einsetzens der Roscoff-Zwiebel.
Die derzeit am weitesten verbreitete Methode ist die Anpflanzung von Torfballen, die eine gute Anbaudichte und damit die Ernte von Zwiebelgrößen gewährleisten, die bestens für das Flechten geeignet sind. Sie macht etwa 84 % der Anbaufläche der Roscoff-Zwiebel aus. Die Mini-Ballen werden vor Ort in diesem festgelegten geografischen Gebiet erzeugt. Die Aussaat für die Anpflanzung in diesen Torfballen erfolgt ab Januar im Gewächshaus und die Umpflanzung Anfang April.
Die Direktsaat macht 15 % der Flächen aus. Die Aussaat erfolgt im Laufe des Monats März. Diese Methode führt zu einer späteren Reife im Vergleich zu den anderen Produktionsmethoden (15 bis 20 Tage später).
Die Zwiebelzehen (französisch „Bulbilles“) hingegen stammen aus Zwiebelsamen, die in sehr hoher Dichte ausgesät werden. “Sobald die Zwiebelchen die Größe eines Daumennagels erreicht haben, werden sie zum Trocknen angehoben und im nächsten Jahr wieder eingepflanzt. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Fähigkeit der Zwiebelzehen, das Wachstum sehr schnell wieder aufzunehmen”. Yannis Moal
Diese „Reaktionsschnelligkeit“ ermöglicht es, die Zwiebelzehen später in der Saison zu pflanzen und so die Arbeitsbelastung der Gemüsebauern über mehrere Wochen im Frühjahr zu verteilen. Zwiebelzehen machen allerdings nur 1 % der mit Roscoff-Zwiebeln bestellten Flächen aus.
Samen / Mini-Torfballen / Zwiebelzehen

Eine Ernte in zwei Phasen
Der erste Schritt bei der Ernte der Roscoff-Zwiebel g. U., das „Anheben“, erfolgt von Mitte Juli bis zum 25. August, dem in der Spezifikation der geschützten Ursprungsbezeichnung vorgeschriebenen Zeitlimit. Dabei wird eine Klinge unter die Zwiebeln geschoben, um deren Wurzeln abzutrennen. Ziel dieses unumgänglichen Schrittes ist es, die weitere Aufnahme von Wasser durch die Wurzeln zu verhindern. Dadurch werden die Zwiebeln haltbarer und ihre Aromen werden nicht abgeschwächt. Die Zwiebeln werden dann mehrere Tage zur Trocknung auf dem Feld gelassen, bevor sie vorsichtig von Hand oder maschinell eingesammelt werden, da die Roscoff-Zwiebel recht empfindlich ist.
Das Trocknen, Lagern und Verpacken der Roscoff-Zwiebeln g. U.
Die Roscoff-Zwiebeln g. U. können bis April des auf die Ernte folgenden Jahres aufbewahrt werden. Die Lagerung kann im Freien in Paloxen erfolgen, wo sie allerdings vor Regen geschützt sein müssen; in Innenräumen in Silos oder belüfteten Paloxen sowie in Kühlräumen. Die letztgenannte Lagerungsart ermöglicht es, die Verpackungsperiode bis Ende April zu verlängern.
Vor der Vermarktung muss die Roscoff-Zwiebel g. U. gut getrocknet sein. Um dies zu gewährleisten, werden die Zwiebeln von den Erzeugern einzeln von Hand geprüft, insbesondere vor dem Flechten der Zwiebelzöpfe. Vor der Verpackung werden sie von unserem Betriebsteam am Standort Cléder nochmals überprüft. Eine eventuell beschädigte Roscoff-Zwiebel mit geschützter Ursprungsbezeichnung darf nicht vermarktet werden.
Bei Pouliquen hat so jeder seine Vorliebe für den Verzehr dieser atypischen Zwiebel, ob roh oder gekocht, allein oder mit Beilagen… Die Lieblingszubereitung von Yannis Moal: einfach nur „in der Pfanne goldbraun gebraten“. Riechen Sie den delikat süßlichen Geruch? Die Roscoff-Zwiebel wartet nur auf Sie!
Wir bieten sie als konventionelle sowie als Bio-Zwiebel an, und zwar im Netz, geflochten im Zopf, als gelegte Ware, im Girsac oder als Zwiebel-Box. Alle Details zur Roscoff-Zwiebel mit ihrer geschützten Ursprungsbezeichnung finden Sie auf unserer Website: als konventionelle sowie als Bio-Zwiebel.
Bildnachweis :
Pouliquen
Landwirtschaftskammern Bretagne – Zweigstelle Saint Pol de Léon
Verband der Roscoff-Zwiebel g. U. (Syndicat de l’AOP Oignon de Roscoff)
Das „Haus der Johnnies und der Roscoff-Zwiebel “
Die „Bretonische Organisation für Sortenauswahl und Saatgutproduktion“ (OBS)
ÉCLO
Die Blumenkohlsaison ist in vollem Gange!
Der Blumenkohl ist ein typisches Gemüse aus dem Norden der Bretagne. Er wird von Hand geerntet und direkt auf dem Feld verpackt, um jegliche Manipulation zu vermeiden und ein sehr hohes Maß an Qualität und Frische zu gewährleisten. In diesem Video erfahren Sie mehr über die Arbeit unserer Produzenten.
> Wird in Paketen mit 6, 8 oder 11 Stück verkauft.
> Verpackt in Holz, Karton, IFCO und Europool.
Pour en savoir plus sur ce légume, c’est ici.
Seit 2015 verwertet Pouliquen die organischen Abfälle, die bei der Verpackung von Schalotten und Zwiebeln anfallen. Die Zwiebelschalen und die beschädigten, für den Verzehr ungeeigneten Lauchgewächse, d. h. mehr als zwanzig Tonnen Bioabfall pro Monat, werden als Substrat für die Biogasproduktion durch Vergärung verwendet.
Heute nehmen wir Sie mit auf Erkundung in die Gemeinde Lanhouarneau, etwa 20 km vom Firmensitz entfernt, und zwar auf die Anlage von Landwirt und Biomethanproduzent Paul Le Fur, einem der Partner von Pouliquen.
Die Verwertung organischer Abfälle – eine gut eingespielte Organisation
Jeden Tag fällt bei der Verpackung von Schalotten und Zwiebeln etwa eine Tonne organischer Abfall an, das sind mehr als zwanzig Tonnen pro Monat. Seit 2015 sind bei Pouliquen Schalen und beschädigte Lauchgewächse (Allium) nicht länger Abfall, mit dem man nichts anzufangen weiß, sondern ein wertvoller Rohstoff, der die Produktion von Biomethan ermöglicht.
Um die Wiederverwertung dieser Abfälle zu gewährleisten, wurde im Außenbereich ein landwirtschaftlicher Anhänger aufgestellt. Das über der Produktionslinie installierte Saugsystem leitet alle angesaugten Materialien direkt in diesen Anhänger. Auch die nicht für den Verzehr geeigneten Zwiebelknollen werden dort gesammelt.
Die Methanisierung – eine geschickte Materialmischung
Als wir auf dem Betrieb ankommen, entdecken wir in Stallnähe zwei große Kuppeln. Darunter werden die organischen Abfälle in Biogas umgewandelt. Mehrmals täglich wird der Biogasanlage Material zugeführt: Gülle, Rinder- und Geflügelmist, Pflanzenabfälle… Das Biogas wird genau überwacht. Co2, CH4, O2, Wasserstoff … Mehrmals täglich werden Analysen durchgeführt, um festzustellen, welche Elemente hinzugefügt werden müssen, um die Produktion von Biomethan zu gewährleisten, aber auch um eine Verschmutzung des Motors zu vermeiden. Der aktuelle Motor produziert im Durchschnitt 2400 kWh pro Tag.
Gasproduktion, Energieeinsparung und Anbaudiversifizierung
Auf seinem Betrieb, den er gemeinsam mit seinem Bruder Julien und seiner Schwägerin Annie Prigent bewirtschaftet, hat Paul Le Fur die Aktivitäten diversifiziert. Auf dem Hof gibt es heute 125 Milchkühe, 80 Färsen und eine Zucht von 1 000 Masthähnchen, die für den französischen Markt bestimmt sind. Die 135 Hektar Land werden zum größten Teil für den Anbau von Kulturen für die Tierernährung genutzt. Alle bei diesen Aktivitäten anfallenden Abfälle gelangen in den Methanisierungszyklus und werden auf diese Weise verwertet.
“Das Wichtigste bei der Methanisierung ist der Fermenter. Er ermöglicht es uns, Gas zu erzeugen, aber er liefert uns auch Wärme, mit der wir Häuser und Ställe heizen können. Im Sommer trocknet er außerdem das Heu für die Tiere, so dass wir qualitativ besseres Futter als zuvor erhalten.”
Die Installation einer Biogasanlage hat es diesen Landwirten ermöglicht, ihren Anbau zu variieren und insbesondere Luzerneheu in das Futter ihrer Rinder aufzunehmen. Das feuchte Klima im Finistère erschwert die Produktion dieses Futters, das aus nährstofftechnischer Sicht jedoch sehr interessant ist. Mithilfe der Wärme aus dem Fermenter kann das Heu nun getrocknet werden, wodurch das Problem gelöst und gleichzeitig ein Mehrwert bei der Ernährung der Kühe geschaffen wird.
Die Verwertung organischer Abfälle zur Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt
Nicht alles organische Material, das in die Biogasanlage eingebracht wird, wird in Gas umgewandelt. Aus den Resten des Methanisierungszyklus ergibt sich eine flüssige Substanz, der Gärrest, der wie Kompost zur Düngung der Felder verwendet wird. Der im Gärrest enthaltene Ammoniumstickstoff reduziert den Düngerverbrauch je nach Jahr um 30 bis 50 %.
Diversifizierung der Tätigkeiten, die zusätzliches Einkommen generiert, Schaffung von Mehrwert beim Rinderfutter, Energieeinsparung, reduzierter Einkauf von Düngemitteln…
“Nichts geht verloren, nichts wird geschaffen, alles verwandelt sich”. Seit nun schon über 7 Jahren nimmt Pouliquen an dieser Umwandlung teil, indem die organischen Abfälle aus der Firmentätigkeit der Verpackung von Schalotten und Zwiebeln verwertet werden. Ein Engagement, das zum SVU-Konzept des Unternehmens gehört.
Wir setzen die Vorstellung der Pouliquen-Crew mit derjenigen ihres Kapitäns Gérard Quillévéré fort, der seit 2018 Co-Leiter des Unternehmens ist. Seit diesem Zeitpunkt hat er die Unternehmensleitung sowie operative Aufgaben übernommen, insbesondere im Vertrieb. Als Spezialist für Deutschland und Italien ist er das Bindeglied zwischen Süd- und Nordeuropa.
Als Sohn eines hiesigen Gemüseerzeugers ist er ein waschechter Bretone und noch dazu Marathonläufer – hier folgt das Porträt des Direktors.
Der Handel mit frischem Gemüse – “eine logische Fortsetzung”
Gérard wuchs in Lanhouarneau auf dem Familienbetrieb auf, nur wenige Kilometer vom Firmensitz Pouliquen entfernt. Sein Vater war Gemüse-Erzeuger und baute Pflanzkartoffeln an. Er war außerdem Mitglied der SICA, der Genossenschaft Prince de Bretagne im Finistère. Wenn Gérard auch den Familienbetrieb nicht übernehmen wollte, blieb er trotzdem im Agrarsektor. Nach dem Studienabschluss mit einem BTS im internationalen Handel ergänzte er seine Ausbildung noch mit einer einjährigen Spezialisierung im Verkauf von Obst und Gemüse und trat 1994 in die Demex-Gruppe in Nordfrankreich ein. Dort arbeitete er für Gemüse-Genossenschaften, die ihre Produkte unter der Marke “Perle du Nord” verkauften. Von 1999 bis 2002 setzte er sich für die Gründung des Unternehmens Prymex ein, das auf den Handel mit Chicorée spezialisiert war. Im Jahr 2002 kehrte er ins Finistère zurück, nachdem er zusammen mit Christophe Desmestre, dem Leiter der Demex-Gruppe, das Unternehmen Pouliquen gekauft hatte.
20 Jahre bei Pouliquen
Gérard Quillévéré leitet das Unternehmen Pouliquen nun schon seit über 20 Jahren. Bei der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2002 hielt er 5 % der Anteile und fungierte als Geschäftsleiter. Der Jahresumsatz des 1917 gegründeten Unternehmens betrug damals 3 Millionen Euro. Gérard ermöglichte dem Unternehmen ein starkes Wachstum, insbesondere indem es offizieller Vertriebspartner von Prince de Bretagne wurde und so den Handel mit Frischgemüse ausbaute, und zwar zusätzlich zu Schalotten und Zwiebeln, dem historischen Geschäftsbereich von Pouliquen.
2018 kaufte er zusammen mit Pascal Jouen, der seit 30 Jahren Kunde des Unternehmens im Fernhandelsgeschäft ist, der Demex-Gruppe sämtliche Anteile der Firma ab. Neben Unternehmens- und Personalleitung kümmert sich Gérard in Zusammenarbeit mit Stéphanie Della Schiava, Vertriebsmitarbeiterin für Südeuropa, auch um die Leitung des Einkaufs, insbesondere für Italien, einen der wichtigsten Märkte, der in den letzten Jahren entwickelt wurde.
Das Unternehmen Pouliquen beschäftigt heute 27 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 21 Millionen Euro.
Prince de Bretagne: Garantie des Absatzvolumens und Unterstützung der Gegend
“Mein Vater war Erzeuger für die SICA, ich bin da geradezu hineingewachsen. Es war einfach eine logische Fortsetzung.”
Aber diese “logische Fortsetzung” stützt sich auch auf greifbare Fakten.
“Prince de Bretagne bietet uns eine Masse an Produkten, fast unbegrenzte Mengen. Die Genossenschaften ermöglichen es uns außerdem, die gesamte vorhandene logistische Infrastruktur zu nutzen.”
Gérard Quillévéré ist eng mit der Bretagne verbunden und ein starker Fürsprecher für seine Gegend. Prince de Bretagne-Händler zu sein bedeutet für Gérard Quillévéré deshalb auch, die lokalen Erzeuger und ihr Know-how zu verteidigen. Im Herzen des bretonischen Gemüseanbaugebiets angesiedelt zu sein, bietet die Möglichkeit, engere Beziehungen zu den Erzeugern aufzubauen und vor Ort zu sein, um den Kunden zu jeder Jahreszeit eine optimale Produktqualität zu sichern.
Seine Vision von den Dingen? Ausdauernd sein!
Ein Unternehmen zu führen und weiterzuentwickeln kann mit Langstreckenlauf verglichen werden, daher trainiert Gérard auch in seiner Freizeit weiter und arbeitet an seiner Ausdauer. Im Winter fährt er Ski, bei schönem Wetter segelt und das ganze Jahr über joggt er. Er hat bereits 14 Marathonläufe erfolgreich hinter sich gebracht und hat vor, noch einige weitere zu laufen!
